...Einem ausgebildeten Fotografen hat ein Architekt voraus, daß er zunächst einmal die Sprache und das Verständnis von entwerferischen und räumlichen Strategien, basierend auf eigenen Entwurfserfahrungen, besitzt. Daraus resultiert sofort eine gewisse Effizienz in der Arbeit - selten so glücklich wie hier gepaart mit gesteigerter Qualität - durch das Filtern von Wesentlichem und Unwesentlichem eines Gebäudes. Die Struktur eines Planes wird schnell in entwurfsspezifische Aspekte umgesetzt, der Blick geht intensiver auf die Dinge, die das Interesse des Architekten treffen: Herausarbeiten der Kontextbezüge, Bestimmen der Raumthemen, das Erkennen von Nahtstellen, Übergängen, Fügungen und spezifischen Details. Als weitere Vorteile wären zu nennen, daß im Dialog mit dem Architekten das gleiche Vokabular benutzt wird, und daß sich der Auftraggeber das Auge des Architekten wünscht...

Zitat: DBZ 9/98 1.2